Liebe Brüder und Schwestern in Deutschland:

Seit vielen Jahren lebe ich hier mit den Menschen des trockenen Nordostens Brasiliens. Was dieses trockene Klima bedeutet, erfahren wir jedes Jahr neu. Fast immer gibt es für die Bauern Einbussen bei ihrer Ernte. Oft schon konnten sie gar nichts auf ihren Feldern ernten. Das sind dann immer Momente großer Sorge und Anstrengungen, um Hunger und Durst zu überwinden. Aber dieselbe Sorge bewegt uns, Wege mit ihnen zu finden, die Dürre nicht als Ausnahme-Kalamität zu betrachten, sondern mit ihr zu leben, so wie man in Europa mit Herbst und Winter lebt. Josef von Ägypten ist der Patron unserer Projekte. Diese Figur aus den Anfängen der Heilsgeschichte lehrt uns vorzusorgen, Vorräte anzulegen und die mittellosen Brüder mit zu versorgen.

Alle, die diesen Brief lesen, begleiten uns seit langem auf diesem Weg. Was uns dabei besonders ermutigt, ist das Interesse und die Sorge um uns. Besonders in der Regen- und Pflanzperiode fragen viele Freunde, ob es gut regnet und ob eine Ernte zu erwarten ist. Da man erst nach mehreren Monaten eine endgültige Antwort darauf geben kann, warte ich immer mit meinen Rundbriefen, bis diese Antwort möglich ist. Das ist auch ein Grund dafür, weswegen dieser Brief erst jetzt herausgeht.

Die Monate Dezember und Januar waren fast ganz ohne Niederschläge. Dann fing es an zu regnen, aber nur sporadisch in einzelnen Gegenden. Alle wollen dann die Verspätung aufholen und pflanzen sofort. Wenn die Feuchtigkeit nicht ausreicht, geht die Saat nicht auf, und es muss neu gepflanzt werden. Einige Bauern machten das viermal hintereinander.

Das ging nun während der ganzen Regenperiode so weiter: ständig Regen, aber nur in geringer Menge, nicht genug für eine gute Ernte. Die Fristen waren völlig verschoben. Bis in den Juli hinein gab es noch vereinzelt Regen. Aber immer waren es schnelle und karge Regenfälle.

Das Resultat lässt sich erkennen an der Ernte und an den Wasservorräten: je nach Regenmenge in den verschiedenen Gebieten (die Pfarrei ist rund 1900 qkm groß) gab es eine kleine Ernte. Besonders die Bohnen kommen mit wenig Feuchtigkeit aus. Auch die schnell wachsenden Maissorten haben einige gute Ergebnisse gebracht. Aber es stehen auch viele Maisfelder völlig vertrocknet da, die trocknen Pflanzen können höchsten noch das Vieh ernähren. Unser Projekt zur Einführung des Sesam-Anbaus, an dem wir viel gearbeitet haben, hätte rund 30 Tonnen bringen müssen - es gab aber nur die Hälfte.

Völlig überraschend war die Honigernte. In den ersten drei Monaten der Regenzeit arbeiteten die Bienen wie in Panik. Wir konnten die Honigmenge kaum schnell genug transportieren, lagern und aufbereiten. Noch nie hatte der Imker-Verein eine so große Honigernte: etwas über 250 Tonnen, zum großen Teil exportiert in die Vereinigten Staaten. Da unser Honig seit Anfang des Jahres das Zertifikat als Bio-Honig hat, gibt es für uns bessere Preise, bis zu 50%  über dem normalen Preis hier in der Gegend. Nebenbei ein eindrucksvolles Detail: Vor unsere Honigzentrale rollte ein Laster mit einem 20-Tonnen-Container. Seine Aufschrift: "Hamburg-Süd" und die Reederei-Flagge. Das geht einem Hamburger hier im Busch schon etwas nahe. Anscheinend ist das hier doch nicht das "Ende der Welt" - "Hamburg-Süd" kommt vorbei und verschifft unseren Honig.
                            

Aber wir müssen noch den anderen Effekt der unregelmäßigen Regenperiode wahrnehmen: den Wassermangel. Zahlreiche kleine und große Staubecken haben schon jetzt kein Wasser mehr, viele Zisternen füllten sich nicht einmal bis zur Hälfte. So gibt es schon jetzt nicht mehr die normalen Wasservorräte. Das Kerngebiet dieses Notstandes ist etwa 200 qkm groß mit vielen kleinen Bauern und Viehzüchtern. Man sieht sie nun wieder zu allen Tageszeiten auf den sandigen Wegen: die einachsigen Pferdekarren mit den Wasserbehältern auf der Fahrt zu Brunnen mit spärlichem Wasserausstoss und fast immer für Menschen ungenießbarem Wasser. Das Kleinvieh dieser Bauern schafft die langen Wege nicht, also muss das Wasser herbeigekarrt werden.

Dazu zwei Erfahrungen, die einiges erläutern. Im vorigen Jahr wurde ich im Monat März nach Teresina gerufen. Man wollte ein System der Wasserversorgung mit mir erörtern, das für die Bauern im Innern von S?o Francisco endgültig die Wasser-Tankwagen abschaffen würde. Dafür sollte ein Verteilernetz geschaffen werden, um das Wasser aus der großen Stauanlage im Fluss Canindé (ca. 30 km von hier entfernt) in das Umland zu verteilen. Der Leiter der dafür zuständigen Behörde hatte es eilig: er hatte schon einige Millionen in der Kasse, die schnell ausgegeben werden mussten. Ich packte damals gerade meine Koffer für die Deutschlandreise. Die ehrenvolle Beteiligung an der Planung kam für mich nicht mehr in Frage. Aber bis heute ist noch kein Spatenstich getan, und das Wasser wird noch immer nicht verteilt (vor sechs Jahren schon war diese große Stauanlage fertig). Aber die schnellen Millionen müssen doch irgendwohin geflossen sein.

Im Januar  war dann ein hoher Politiker bei mir zu Hause: Abgeordneter und Chef der Behörde für Katastrophen-Einsätze. Auch er hatte viel Geld und wenig Zeit und wollte in Kürze mit dem Bau beginnen. Da sind nun auch schon wieder acht Monate vergangen. Diese Leute sollten einen Priester nicht zu technischer Beratung einladen, sondern zur Beichte - sie haben offensichtlich Schwierigkeiten mit dem achten Gebot.

Vor einigen Tagen haben wir den Bau von 70 neuen Zisternen abgeschlossen. Da werden immer einige erfahrene Maurer eingesetzt, die mit den Leuten zusammen die Bauarbeiten machen. Einer dieser Maurer verabschiedete sich von mir und erzählte, dass er nun wieder Wasser fahren müsste für seine Ziegen- und Schafherde: 5 km hin und 5 km zurück, zwei bis drei mal am Tag für rund 300 Liter Wasser. Eigentlich hätte er wegen seiner eigenen Wasserversorgung diese Arbeit gar nicht übernehmen können, aber er brauchte diesen kleinen Verdienst (etwa 360 Euro im Monat), um in seiner wasserlosen Wildnis zu überleben. Also stand er jeden Morgen um drei Uhr auf und fuhr die erste Ladung Wasser herbei, dann fuhr er mit seinem Motorrad etwa 25 km in die Gegend, wo die Zisternen im Bau waren, und arbeitete dort den ganzen Tag über.

Bei diesem Gespräch dachte ich an unseren Bürgermeister: in seinem eigenen Radiosender machte er Reklame für seine bedeutenden Werke - sie hätten S?o Francisco so verändert, dass Leute aus größeren Orte hierher zögen, weil es sich hier so gut leben lässt. Einer von ihnen sei der Padre Geraldo, der schon in Picos und Simpl?cio Mendes gewohnt hätte, aber jetzt S?o Francisco vorzöge. Eigentlich müsste dieser Chef der Verwaltung wissen, dass ich wie viele andere Bewohner hier keinen Wasseranschluss habe, und dass ich hierher gekommen bin, um mein Leben mit denen zu teilen, die sich ihr weniges Wasser selbst ins Haus holen müssen.

Dem Pfarrer geht es ja nicht darum, in einem netten Städtchen zu wohnen. Vielmehr bewegt ihn die Sorge um die Kirche, die beauftragt ist die Frohe Botschaft Jesus zu verkünden. Sie erklärt ja in ihren Dokumenten, die alle von Theologen und Priestern verfasst sind, dass sie die "Option für die Armen" mache. Damit bekennt sie aber auch, dass sie nicht die "Kirche d e r  Armen" ist, sonst würde sie ja eine Option für sich selbst machen. Aber anscheinend kann nur die "Kirche der Armen" glaubwürdig das Reich der Gerechtigkeit und prophetisch die "etablierte Unordnung" in Frage stellen.

Was wird nun aus diesen Armen, die stunden- und tagelang ihr Wasser transportieren müssen? Wohl oder übel werden die Tankfahrzeuge wieder eingesetzt werden müssen, obwohl sie offiziell abgeschafft sein sollten. Unser Mechaniker hat schon die Pumpanlage in das Wasser des großen Stausees installiert und seine Fahrten begonnen. In dem am härtesten betroffenen Gebiet haben wir 10 einigermaßen zentral gelegene Punkte bestimmt, an denen das Wasser bereitgestellt  wird. Dafür benutzen wir 10.000 Liter fassende Wasserbehälter, die zur Hälfte im Boden versenkt werden. Es sind runde Fiberglas-Behälter, die nach dem Einsatz wieder in unser Lager zurückkommen. Seit einigen Tagen haben wir mit dem Wassertransport begonnen. Gern erinnern wir uns dabei, dass die Tankanhänger die letzte große Gabe unserer verstorbenen Wohltäterin waren, die es immer eilig hatte mit ihrer Hilfe für die Brüder im Nordosten.

Als wir vor kurzem begannen dieses Unternehmen zu organisieren, wurde mir zugeflüstert, dass einige unserer Lokalpolitiker das nicht so gerne sahen. Da sie nicht anders denken können als in den Kategorien ihrer ewigen Rivalität untereinander, glauben sie, der Pfarrer hätte dasselbe Schema im Kopf und engagiert sich zugunsten einer der ständig um die Macht kämpfenden Gruppen. Ich habe ihnen genau erklärt, dass ich für keinen von ihnen ein Rivale bin und mich immer nur da einsetze, wo sie und andere nicht tätig sind. Sollten sie aber aktiv werden, würde ich mich sofort zurückziehen. Sie brauchten sich also keine Sorge zu machen. Dann beteuern sie feierlich ihre Zustimmung. Aber es gibt weit und breit keine Anzeichen dafür, dass wir unsere Wassertransporte einstellen könnten. Das wird wohl erst bei den ersten Regenfällen in etwa zwei Monaten möglich werden.

Wie prekär die Wasserversorgung in unserem kleinen Städtchen ist, wurde mir wieder klar, als ich eine Frau vor ihrer Tür vor Schmerzen im Rücken stöhnen sah. Sie erklärte, dass das wohl vom Schleppen der Wassereimer käme. Sie hat einen Anschluss an die Wasserleitung, die für etwas mehr als die Hälfte der Häuser besteht. Das ist aber nur ein einziger Wasserhahn vor der Tür, etwa 60 cm über dem Boden, weil das Wasser nicht höher kommt, wenn es täglich zwei Stunden fließt. Dann müssen die Leute schnell mit ihren Eimern kommen und das Wasser in größere Behälter ins Haus tragen. Das tut dem Rücken der armen Frau nicht gut. Der Pfarrer hat es einfacher: er holt sein Wasser aus der Zisterne hinter dem Haus; da er weder Frau noch Kinder hat, viel unterwegs ist und im Haus nicht kocht oder Wäsche wäscht, kommt er mit 250 Litern in der Woche aus.

Ich erinnere mich da an meine Mutter, die bestimmte chronische Beschwerden den sechs Jahren nach dem Krieg zuschrieb. Damals lebten wir in der Nähe von Hamburg und mussten unser Wasser aus einem vier Meter tiefen Brunnen hochziehen und ins Haus tragen. Da wir alle noch klein waren, musste Mutter das selbst machen. Vielleicht geht mir auch deshalb der Kampf um das tägliche Wasser unserer Leute so nahe und besonders ihre Sorge um unschuldige Lebewesen: ihre Kinder und ihre Tiere. So freuen wir uns, wenn wir ihnen dieses schwere Leben etwas erleichtern können.

Als Jesus der Samariterin Wasser versprach, das allen Durst endgültig löschen würde, wünschte sie sich sofort dieses Wasser von ihm, um nicht mehr den langen Weg zum Brunnen außerhalb der Stadt machen zu müssen. Jesus aber wollte mehr von der Veränderung in den Herzen der Menschen sprechen, die Verhältnisse und Beziehungen wandelt und ihnen die Freiheit und Würde der Kinder Gottes vermittelt. Diese sind ja zum Überleben genauso wichtig wie das Wasser. Es ist klar, dass unsere eigentliche Aufgabe darin besteht, die Menschen auf ihren Weg in die Freiheit zu bringen und dabei zu begleiten. Und da müssen sie jeden Schritt selber tun, natürlich im Glauben an die Gnade des himmlischen Vaters.

Das bedeutet, dass unsere Arbeit immer den Erwerb neuer Erfahrungen und die dadurch entstehende Überzeugung vermitteln muss, dass Veränderung möglich ist. Nicht schneller Erfolg zum Vorzeigen, sondern die richtigen Schritte auf dem richtigen Weg sind Voraussetzung für die ersehnte Veränderung. Dazu gehört "Bekehrung" im rechten Moment, als Aufbruch und nicht als Überwindung von Schuld.

So haben wir uns vorgenommen bis zum Ende des Jahres, wenn die Schulferien beginnen, auf dem Gelände unseres Ziegenzuchtprojektes einige bescheidene Gebäude zu errichten, in denen wir Gruppen von Kindern und Jugendlichen in Schulklassengrösse für kurze Zeit zusammenholen, um die wichtigsten Praktiken der Bienen- und Ziegenzucht oder auch der Feldbestellung mit ihnen einzuüben. Diese Altersgruppe besitzt ja eine natürliche Bereitschaft zur Veränderung und eine gute Auffassungsgabe für technische Zusammenhänge, mit ihr kann man schnellere Schritte zur Veränderung wagen.

Bei allem Einsatz von materieller Hilfe können wir nicht übersehen, dass wir in einem Prozess kultureller Wandlungen stehen. In schneller Abfolge verändert er Bewusstsein und Verhaltensweisen von Personen und gesellschaftlichen Gruppen. Sehr klar zu erkennen ist die Bedeutung der "agricultura familiar" (Landwirtschaft als Familien-Kleinbetrieb). Wenn da aber nicht der Schritt in die neuen Verhaltensschemen gelingt, gibt es für sie keine Chance. Wir arbeiten z.B. daran das Zertifikat der EU für unseren Bio-Honig zu bekommen. Da müssen wir plötzlich bei unseren Imkern nachfragen, ob sie sich die Zähne putzen, ob die Mauern ihres Hauses verputzt sind und wo sie ihre Wäsche waschen. Es geht nicht nur um die Technik der Honigernte, sondern um pädagogische Prozesse im Leben einer Bauernfamilie.

Da entdecken wir auch, dass wir selbst lernen müssen von unseren Leuten. Wir können ihre Möglichkeiten nicht abschätzen ohne ihre Fähigkeiten zu erkennen. Sonst verlangen wir zu viel oder zu wenig. In diesen Tagen haben wir dazu eine bedauerliche Erfahrung mit einer Gruppe von Bauern machen müssen:

Wir konnten dieser Gruppe und noch drei weiteren Bauern-Vereinen in den letzten Jahren Traktoren mit Zubehör vermitteln. In der Regel bilden sich bei einer solchen Gelegenheit unter ihnen kleine Gruppen, die schnell die technischen Einzelheiten der Wartung und Nutzung der Maschinen erlernen, dazu noch  die finanziellen Grundlagen für ihren Einsatz. Bei einer dieser Gruppen fiel uns in letzter Zeit auf, dass die Maschinen nicht gut gewartet wurden und schwere Defekte aufwiesen. In unseren Gesprächen mit den Verantwortlichen kamen wir zu dem Schluss, dass es dieser Gruppe nicht gelungen war, die einfachsten Kenntnisse zur Nutzung dieser Maschinen zu erwerben und zu praktizieren. Sie standen noch auf einer kulturellen Stufe, bestimmt von extremer Armut, der die Anwendung von Technik unzugänglich war. Der Moment zur Nutzung eines Traktors war für diese Menschen noch nicht gekommen. Obwohl das zu erkennen gewesen wäre, haben wir es nicht wahrgenommen und damit eine notwendige Etappe übersprungen. Man kann nicht erwarten, dass die anderen uns anhören, ohne bereit zu sein, zuerst auf sie zu hören. Der Traktor ist nun zunächst zum Wassertransport im Einsatz und wird danach einer anderen Gruppe übergeben.

Die Lektion, die uns diese einfachen Menschen erteilten, ist wichtiger als wir im ersten Moment erkannten. Sie verweist uns auf die Notwendigkeit, das Zuhören an den Anfang unserer Aktionen zu stellen und es nicht erst zum Einsammeln von Resultaten zu verwenden. Und wenn Menschen, die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen, heißt das nicht, dass sie nichts zu geben hätten. Wenn es eine Tugend ist, aus Hilfsbereitschaft zu geben, ist es auch eine Tugend zu empfangen, was selbst der Ärmste zu geben hat.

Der selige Charles de Foucauld, der in der Sahara unter Tuareg-Nomaden lebte, versuchte vergeblich sie zum Katholizismus zu bekehren. Nach langen Jahren kam er zu folgendem Schluss: "Ich bin nicht hier, um die Tuaregs zu bekehren, sondern um sie zu verstehen und sie zu besseren Menschen zu machen. Gott nimmt diejenigen in den Himmel auf, die gut und ehrlich sind, ohne dass sie römische Katholiken sein müssen." Dem Missionar Foucauld ging das auf, als er in einer schweren Krankheit von den Tuaregs mit kleinen Rationen ihrer kargen Ziegenmilch gesund gepflegt wurde. Er ließ sich aufnehmen und führen von ihnen. Und er erinnerte sich dabei an die Worte eines befreundeten Priesters: "Wichtig ist nicht das, was man sagt, noch das, was man tut, sondern das, was man ist." Er bekehrte sich dazu ein armer Kranker zu sein, der sich retten ließ durch die, die zu ihm kamen und gut zu ihm waren.

Wir können nicht jahrelang Projekte zur Überwindung der Armut abwickeln, ohne dass wir uns mit den Armen identifizieren. Wir gehen als Jünger Jesu zu den Armen, mit ihm dringen wir ein in die Abgründe menschlichen Leids und Elends. In der Kraft des auferstandenen Jesus versuchen wir, gefallene und ausgeschlossene Menschen aufzurichten. Wo anders als bei uns können diese Opfer wirkungsloser Bürokratie Aufnahme, Aufmerksamkeit und Respekt erwarten? Je größer das Elend ist, um so größer muss das Erbarmen sein. Deshalb kann unser Platz nur derselbe letzte Platz sein, den Jesus immer suchte.

Wir wollen diesen Weg freudig weitergehen. Er ist noch weit. Aber wir sind noch lange nicht müde.

Mit herzlichen dankbaren Grüssen bin ich
Euer Bruder in Christus
Padre Geraldo Gereon