"Fastenessen" - 28. FEBRUAR 2018

Liebe Brüder und Schwestern in Deutschland
St. Wilhelm/Hamburg – St. Marien/Sehnde

       Aus beiden Pfarreien auf diesem Briefkopf bekam ich in den letzten Tagen Anrufe. Dort wird in einigen Tagen das „Fastenessen“ zu unseren  Gunsten veranstaltet. Dafür will ich einige aktuelle Informationen beisteuern.

    Das Charakteristische unserer Gegend im Nordosten Brasiliens ist bekannt als ein Dürregebiet. Das bedeutet zuerst die Unregelmäßigkeit der Niederschläge in der jährlichen Regenperiode (November bis März – mit sieben Monaten ohne Regen). Eine statistische Erhebung erklaerte, dass in einem Zeitraum von 10 Jahren 9 Jahre unregelmäßige Niederschläge haben, das heißt: unter dem Durchschnitt.

Situationsbericht 03.10.2017

Liebe Brüder und Schwestern in Deutschland,

        Im Hinblick auf den bevorstehenden Weihnachtsbasar hier einige Informationen über unsere Lage, die unsere Aktionen motivieren. Über Einzelheiten meines persönlichen Einsatzes (Pensionierung, 13 Monate in der Verwaltung der vakanten Diözese, Wiedereinsetzung als Pfarrer) werde ich bei anderer Gelegenheit berichten. Mein Dienst als Diözesanpriester hat immer das starke soziale Element eingeschlossen. Das Beispiel des hl. Franziskus und die erklärte und ständig wiederholte "Option für die Armen" der lateinamerikanischen Kirche begründen und verlangen das. So bin ich bis heute der Leiter der "Franziskus-Bruderschaft" als Träger dieser Aktionen. Da gibt es keine Pensionierung. Immer wieder sind wir herausgefordert durch kritische Situationen der kleinen Bauern, die die Mehrheit unserer Bevölkerung sind.

Was macht ein Missionar in einem christlich geprägten Land?

Auszug aus dem Gemeindebrief der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Petrus, Henstedt-Ulzburg, Juni-August 2017

19. März 2017

Liebe Schwestern und Brüder,

wieder nähern wir uns auf dem Weg zur Feier des Todes und der Auferstehung Jesu. Dem Tag, an dem einem die Worte des Propheten Jesaja zu Herzen gehen: „Ist nicht dies ein Fasten wie ich es liebe: dein Brot den Hungrigen brechen und arme Obdachlose aufnehmen in dein Haus? “(Jesaja 58).

Das dem Gott Israels wohlgefällige Fasten ist nicht der freiwillige Hunger als Zeichen der Buße, sondern das Teilen oder Wiederherstellen lebensnotwendiger Grundlagen für ein Leben wie Gott es für sein Volk wünscht: ausser der täglichen Nahrung sind es besonders die Würde und Rechte der Kleinen und Schwachen, Opfer von Ungerechtigkeit und Gewalt. Die Menschen der St. Franziskus-Gemeinde sind Euch in langen Jahren ans Herz gewachsen. Sie empfangen beim Fastenessen Eure Sorge und Hilfsbereitschaft.

Gruß zum Jahresende und -anfang

22. Dezember 2016


   Zum Jahresende und -anfang sende ich immer einen Gruß an Freunde und Wohltäter. Ich konnte es diesmal nicht schaffen. Das ständige Hin und Her zwischen São Francisco und Oeiras dauert an, bis ein neuer Bischof auftaucht.

   So möchte ich diese kleine Betrachtung dem großen Ereignis der Geburt Jesu widmen.

   In meinem Rundbrief bezog ich mich auf unsere große Elisabeth-Wallfahrt. Ihre zentrale Bedeutung kommt in dem Satz zum Ausdruck: "Hier wollen wir unsere Option für die Armen einüben, um die Kirche zu sein, wie Jesus sie wollte." Die liturgischen Texte sind immer durch Beispiele aus dem Leben unserer Armen angereichert. Sie machen uns deutlich, dass diese unsere "Option" unvermeidlich ist - sonst sind wir nicht die Kirche nach dem Willen Jesu.

Liebe Brüder und Schwestern,

In Kürze wird in St. Wilhelm wieder der jährliche Basar zugunsten unserer Armen stattfinden. Er hat eine lange Geschichte in dem Bemühen der Gemeinde, die Not der kleinen Bauern des brasilianschen Nordostens zu lindern. Einige Informationen dazu möchte ich hier zusammenstellen.

Ein Zeitungsartikel aus der "Neuen Osnabrücker Zeitung"

GERHARD GEREONS GROSSE MISSION

Osnabrücker Pastor lebt seit 50 Jahren in Brasilien

Osnabrück. Alle vier Jahre darf Pastor Gerhard Gereon, der 1966 als junger Diözesanpriester von Osnabrück nach Brasilien ging, seine Heimat besuchen. Jetzt war er wieder einmal zu Gast bei seiner ehemaligen Gemeinde St. Joseph, die heute zu St. Ansgar gehört

Gereon wurde 1937 in Berlin geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend in Hamburg. Nach dem Theologiestudium in Frankfurt besuchte er das Priester-Seminar in Osnabrück, wo er 1963 geweiht wurde.  Zwar war er nur bis 1966 Kaplan in St. Joseph, bevor er nach Lateinamerika aufbrach.

Weiter lesen

 

Kurzbericht als Diözesanverwalter von Oeiras! 26.Mai 2016

Liebe Freunde,
herzlich bedanke ich mich für Eure Grüße und Wünsche. Ihr wisst, was man mir "eingebrockt" hat, wieder einmal !

Das ist das dritte Mal, dass ein Bischof sich hier verabschiedet, nicht aus Altersgründen und nicht um "befördert" zu werden - die wahren Gründe kann man leicht erraten.

Ich bin ja nicht irgendwo "im Ruhestand" und kann jetzt plötzlich von der Peripherie zum Bischofssitz wechseln. Ich habe Aufgaben und Verantwortung mit mehreren Projekten. Also muss ich mich aufteilen:170 km hin, 170 km zurück, dreimal die Woche, ganz zu schweigen von Reisen in mehrere Pfarreien, wo Flächenbrände Schaden anrichten.