Liebe Brüder und Schwestern,

In Kürze wird in St. Wilhelm wieder der jährliche Basar zugunsten unserer Armen stattfinden. Er hat eine lange Geschichte in dem Bemühen der Gemeinde, die Not der kleinen Bauern des brasilianschen Nordostens zu lindern. Einige Informationen dazu möchte ich hier zusammenstellen.

Ein Zeitungsartikel aus der "Neuen Osnabrücker Zeitung"

GERHARD GEREONS GROSSE MISSION

Osnabrücker Pastor lebt seit 50 Jahren in Brasilien

Osnabrück. Alle vier Jahre darf Pastor Gerhard Gereon, der 1966 als junger Diözesanpriester von Osnabrück nach Brasilien ging, seine Heimat besuchen. Jetzt war er wieder einmal zu Gast bei seiner ehemaligen Gemeinde St. Joseph, die heute zu St. Ansgar gehört

Gereon wurde 1937 in Berlin geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend in Hamburg. Nach dem Theologiestudium in Frankfurt besuchte er das Priester-Seminar in Osnabrück, wo er 1963 geweiht wurde.  Zwar war er nur bis 1966 Kaplan in St. Joseph, bevor er nach Lateinamerika aufbrach.

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Kurzbericht als Diözesanverwalter von Oeiras! 26.Mai 2016

Liebe Freunde,
herzlich bedanke ich mich für Eure Grüße und Wünsche. Ihr wisst, was man mir "eingebrockt" hat, wieder einmal !

Das ist das dritte Mal, dass ein Bischof sich hier verabschiedet, nicht aus Altersgründen und nicht um "befördert" zu werden - die wahren Gründe kann man leicht erraten.

Ich bin ja nicht irgendwo "im Ruhestand" und kann jetzt plötzlich von der Peripherie zum Bischofssitz wechseln. Ich habe Aufgaben und Verantwortung mit mehreren Projekten. Also muss ich mich aufteilen:170 km hin, 170 km zurück, dreimal die Woche, ganz zu schweigen von Reisen in mehrere Pfarreien, wo Flächenbrände Schaden anrichten.

Oster-Messe mit den betroffenen Bauern

 

Die Bilder sind von der Messe am Ostermorgen mit den "Opfern" des Bahnbaues.

Der gekreuzigte Jesus ist auferstanden - das ist der Grund unserer Hoffnung und unseres Mutes.

Demonstration gegen die „TRANSNORDES-TINA“ Eisenbahn

Die beiden Bilder zeigen die Absperrung der Zufahrt für die Baustelle. Sie wurde von den Landbesitzern, die nicht enteignet und entschädigt waren, errichtet.

OSTERGRUSS - 07. März 2016

Liebe Schwestern und Brüder,  

Gestern Abend gegen Mitternacht schaukelte ich nach einer Messfeier im Innern von São Francisco zurück nach Hause. Für 36 km brauchte ich 1,1/2 Stunden auf einer Straße, die der Regen ausgewaschen und stellenweise unpassierbar gemacht hatte. Die ständigen Stöße im Auto liessen die Erinnerung freiwerden das ein Bericht von mir erwartet wird.

Der Zustand der schlecht passierbaren Straße ist schon ein erstes Thema: es hat stark geregnet. In der ersten Januarhälfte gab es starke Regenfälle in der ganzen Gegend. Alle kleinen und grossen Stauanlagen füllten sich bis zum Überlauf. Die Äcker waren verschlammt und schwer zu pflügen. Aber alle Bauern begannen voller Freude ihre Pflanzungen. Der Busch und die Weiden wurden schnell grün, und es gab wieder Futter für das Vieh. Die Regenmenge von zwei Wochen (360 mm) ergab über die Hälfte der durchschnittlichen Niederschläge in 6 Monaten.

28. Februar 2016 an Hans Géréon

Ich sitze im Moment stark unter Druck. Unser Bischof ist versetzt worden, da muss ein Diözesanverwalter von dem Konsultoren-Kolleg gewählt werden.
Der Bischof verlässt die Diözese am 5. März. Dann muss in 8 Tagen die Wahl stattfinden.

Ich selbst gehöre zu dieser Gruppe der sieben Konsultoren.
Der Bischof hat zuerst mich selbst bearbeitet das Amt anzunehmen, dann die anderen Wahlberechtigten. Alle behaupten es gäbe keine Alternative. Jetzt pfeifen es schon die Spatzen vom Dach. Aus Teresina kam schon eine Nachricht, ich würde für drei Jahre der Bischof der Diözese (der reine Wahnsinn). Das Schlimme ist, dass wir nur 22 Priester sind - da gibt es wenig Auswahl.

Der Bischof hat das alles genau eingeleitet (was er eigentlich nicht durfte, denn der Prozess darf erst in Gang kommen, wenn der Bischof weg ist).
So kommen schwere Zeiten auf mich zu. Ich werde dann berichten. Du kannst das gerne weitergeben, denn es ist sowieso kein Geheimnis mehr.

Herzlichst Gerhard

Nachrichten über das Zika-Virus im Nordosten Brasiliens - Februar 201

Der Zica-Virus wird durch eine Stechmücke übertragen (Aedes egipti). Diese ist schon seit Jahren ein Problem, weil es die Deng-Krankheit überträgt (hohes Fieber, erhöhtes Unwohlsein, über 8-10 Tage), in einigen Fällen tödlich.
Diese Mücke gibt es fast in allen großen Städten, wo keine Kanalisierung der Abwässer existiert, besonders in den bevölkerungsreichen Armenvierteln. Dazu gehört auch die unzureichende Müllabfuhr, wodurch kleine und große Behälter Wasser speichern, was die Fortpflanzung und Ausbreitung der Insekten fördert. Es werden z.T. großangelegte Aktionen durchgeführt, um die Bevölkerung zu Achtsamkeit zu erziehen und innerhalb und außerhalb der Wohnungen offene Wasserstellen zu vermeiden (z.B. unter Blumentöpfen). Aber die fehlende Infrastruktur ist schier unüberwindlich, und nur mit häuslicher Disziplin einer aufgeklärten Minderheit kommt man nicht sehr weit. Die Ausbreitung der Mücke ist  nicht unter Kontrolle zu bringen - vorerst.