Der Bürgermeister wollte, wie in vielen anderen Orten, eine Riesenstatue des Ortsheiligen auf dem nahegelegenen Berg aufstellen. Meiner Meinung nach sollte diese Statue nicht so eine Quase-Gottheit über uns sein, sondern das, was den Sinn ausdrückt, den die Kirche der Heiligenverehrung zuschreibt: das Beispiel eines vorbildlich gelebten Christenlebens. Dazu sind diese Riesenstatuen meistens künstlerisch zweitrangig, entsprechen nicht einmal der menschlichen Anatomie. So konnte ich eine 1,20 m hohe Statue des heiligen Franziskus, aus gefärbtem Zement gefertigt, besorgen. Die Ortsverwaltung hat sie auf einem Platz am Ortseingang aufgestellt, mit Beleuchtung und einer Platte, am Podest angebracht, mit einem Gebet für die Stadt. Am 28. August 2011 wurde das alles eingeweiht mit einer Gebetsfeier, bei der mehrere hundert Menschen präsent waren. Besonders haben wir herausgestellt, dass der Hl. Franziskus den Frieden gepredigt hat - sein berühmtes Gebet "Herr, mach mich zu einem Instrument des Friedens".

St. Franziskus-Statue

Wir wollen eine Stadt sein, die sich durch die Friedfertigkeit ihrer Bürger auszeichnet. Tag und Nacht geht der Verkehr an diesem Platz vorbei. St. Franziskus ruft uns auf seinem Beispiel zu folgen, und wir bitten um seinen Segen dazu.

Gebet

 

Gebet auf der Tafel der St. Franziskus-Statue

Gedenke, Herr, der Stadt, in der wir wohnen
und aller, die in ihr leben.
Gedenke, Herr, der Reisenden, der Kranken,
der Bedürftigen, der Gefangenen.
Gedenke, Herr, derer, die das Gute tun
und sich der Armen annehmen.
Gieße über uns den Reichtum
deines Erbarmens aus.
Mache, dass wir deinen glorreichen Namen
aus einem Mund und aus einem Herzen feiern,
Vater. Sohn und Heiliger Geist. Amen.

(nach einem Gebet des hl. Johannes Chrysostomos – 4. Jhdt.)