Ich habe ein Foto gemacht von unserer Buschlandschaft, die jetzt zum Ende der Regenperiode in voller Blüte steht. Wenn die Regenmenge ausreichend ist, wie in diesem Jahr (das erleben wir nur alle 9 Jahre), ist das Blütenmeer so üppig!!

Blütenmeer

BienenhonigEin weiteres Foto hat eine  Beziehung zu dem ersten:

Es zeigt ein Honigglas auf dem Tisch einer amerikanischen Familie (durch das Fenster schaut man auf die verschneite Winterlandschaft). Seit Jahren ernten wir diesen Honig bei unseren fleißigen Bienen, die unsere Blütenpracht für ihre Arbeit nutzen. Aber das Honigglas hat auf dem Etikett eine Information: Bio-Honig (organic honey) von der COMAPI-Genossenschaft (das sind wir), über „Fair Trade“ gehandelt. In diesem Jahr werden wir rund 300 Tonnen Honig wieder hauptsächlich in die USA exportieren können. Europa bewacht seinen Markt strenger, aber wir haben schon einen Fuß in der Tür.

Das ist nicht einfach nur eine freudige Nachricht. Bis wir Honig mit solch einem Etikett verkaufen konnten, mussten wir einen langen und beschwerlichen Weg zurücklegen. Nicht nur die Bienenzucht, die Produktionstechnik mit Lagerung, Transport, Aufarbeitung und Versand erfordern ständige Investitionen. Vor allem auch die Erlangung der Zertifikate für reine Bio-Produkte erfordern enorm viel Arbeit und Ausgaben. Das wäre nicht möglich, wenn unsere deutschen Schwestern und Brüder uns nicht mit ihrer Hilfe unter die Arme gegriffen hätten. Dieses einfache Foto ist für mich wie eine Trophäe, und das darf es auch für Sie alle sein.

 

Eine ähnliche Prozedur wie beim Honig haben wir mit der Produktion von Sesam in Gang gebracht, der hier noch nie in größerem Rahmen angebaut wurde. Die Pflanze gedeiht gut hier, aber ist aufwendig bei der Ernte und Verarbeitung. Vor allem aber fehlt der Zwischenhandel bis zu größeren Abnehmern. Wir sind uns jedoch sicher, dass wir in kleinen Schritten diesen Weg finden werden. Er ist eine hoffnungsvolle Alternative für unsere armen Bauern.